burn out
12.01.
Allmählich sehe ich mich gezwungen, auf die steigende Anzahl der Beschwerden zu reagieren. Es ist sträflich wie ich Sie, Freunde, Bekannte, Liebhaber und Fans in den letzten Tagen geradezu vernachlässigt habe.
Das liegt nicht etwa an meiner verstauchten Hand, der ausgekugelten Schulter oder gar dem verdrehten Knie. Nein, ich bin einfach ausgebrannt. Damit meine ich aber nicht die zarten Schreibversuche die ich hier unregelmäßig zum Besten gebe, sondern den körperlichen Aspekt meiner Reise. Um meinem Neujahrsvorsatz Genüge zu tun, habe ich das Training erheblich angezogen. Andere wünschen sich Frauen oder Geld oder Frauen und ich erfreue mich an vermehrter Schweißproduktion und gerissenen Muskelfasern. Leider bin ich kein kleiner mürrischer Chinese der mit einem Medizinball auf dem Kopf geboren worde, soll heißen, mein Körper macht im Moment schlapp. Selbst altbewährte Aufputschmittel aus der amerikanischen Hausapotheke helfen nur bedingt. So komme ich gegenwärtig nach einem normalen Tag nach Hause und haue mich stumpf mit etwas zu Essen vor den Fernseher. Dort verweile ich, bis auf keinem der 83 Kanäle mehr etwas Sehenswertes zu finden ist, und trotte ermattet zu Bett. Nach zwei bis drei rastlosen Stunden schlafe ich dann endlich ein.
Vielleicht war es ganz gut, daß meine Chinareise durch den unverhofften Studienplatz ins Wasser gefallen ist. Für alle die mich nur flüchtig kennen oder eher einen Bogen um mich machen sei gesagt, dass ich einen Platz in einem Kampfkloster in Xi’an sicher hatte. Ich glaube die asiatische Lebensphilosophie mit Zuckerbrot und Peitsche hätte mich zu Mehl und Eiern verarbeitet.
Das Problem ist nicht ausschließlich körperlicher Natur. Es ist zu einem großen Teil dem Information-Overflow geschuldet. Kaum bin ich durch Level 3 gehastet warten komplette Neuerungen in Level 4 auf mich. Und das sollte dann bitte schön bis Ende des Monats vernünftig über die Bühne gebracht sein. Ich habe Schwierigkeiten, soviele Informationen auf einmal zu verabeiten. Und ich kann nicht behaupten, daß mich mein Studium in dieser Beziehung darauf vorbereitet hätte. Informationen..?
Dann und wann scheinen Lichtblicke durch die fensterlose Akademie und das gibt neue Kraft. Es ist ein erhebendes Gefühl, Neuankömmlingen die ersten Schritte zu zeigen und sie zu korrigieren. Natürlich mit Geduld und väterlicher Güte. Wenn ich dann noch trotz des Akzents verstanden werde, ist alles wieder gut.
let it shine
Allmählich sehe ich mich gezwungen, auf die steigende Anzahl der Beschwerden zu reagieren. Es ist sträflich wie ich Sie, Freunde, Bekannte, Liebhaber und Fans in den letzten Tagen geradezu vernachlässigt habe.
Das liegt nicht etwa an meiner verstauchten Hand, der ausgekugelten Schulter oder gar dem verdrehten Knie. Nein, ich bin einfach ausgebrannt. Damit meine ich aber nicht die zarten Schreibversuche die ich hier unregelmäßig zum Besten gebe, sondern den körperlichen Aspekt meiner Reise. Um meinem Neujahrsvorsatz Genüge zu tun, habe ich das Training erheblich angezogen. Andere wünschen sich Frauen oder Geld oder Frauen und ich erfreue mich an vermehrter Schweißproduktion und gerissenen Muskelfasern. Leider bin ich kein kleiner mürrischer Chinese der mit einem Medizinball auf dem Kopf geboren worde, soll heißen, mein Körper macht im Moment schlapp. Selbst altbewährte Aufputschmittel aus der amerikanischen Hausapotheke helfen nur bedingt. So komme ich gegenwärtig nach einem normalen Tag nach Hause und haue mich stumpf mit etwas zu Essen vor den Fernseher. Dort verweile ich, bis auf keinem der 83 Kanäle mehr etwas Sehenswertes zu finden ist, und trotte ermattet zu Bett. Nach zwei bis drei rastlosen Stunden schlafe ich dann endlich ein.
Vielleicht war es ganz gut, daß meine Chinareise durch den unverhofften Studienplatz ins Wasser gefallen ist. Für alle die mich nur flüchtig kennen oder eher einen Bogen um mich machen sei gesagt, dass ich einen Platz in einem Kampfkloster in Xi’an sicher hatte. Ich glaube die asiatische Lebensphilosophie mit Zuckerbrot und Peitsche hätte mich zu Mehl und Eiern verarbeitet.
Das Problem ist nicht ausschließlich körperlicher Natur. Es ist zu einem großen Teil dem Information-Overflow geschuldet. Kaum bin ich durch Level 3 gehastet warten komplette Neuerungen in Level 4 auf mich. Und das sollte dann bitte schön bis Ende des Monats vernünftig über die Bühne gebracht sein. Ich habe Schwierigkeiten, soviele Informationen auf einmal zu verabeiten. Und ich kann nicht behaupten, daß mich mein Studium in dieser Beziehung darauf vorbereitet hätte. Informationen..?
Dann und wann scheinen Lichtblicke durch die fensterlose Akademie und das gibt neue Kraft. Es ist ein erhebendes Gefühl, Neuankömmlingen die ersten Schritte zu zeigen und sie zu korrigieren. Natürlich mit Geduld und väterlicher Güte. Wenn ich dann noch trotz des Akzents verstanden werde, ist alles wieder gut.
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